Aus der "Westerwälder Zeitung": Immer mehr Wäller Arztpraxen drohen zu verwaisen

Veröffentlicht am 28.04.2015 in Aktuell

Gesundheit: SPD-Kreistagsfraktion: Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist auch Aufgabe von Kreis

„Wir müssen im Westerwaldkreis die Problematik der medizinischen Versorgung als gemeinsame Aufgabe aller handelnden Kräfte annehmen“. Das ist für Tanja Machalet, Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Kreistag, wesentliches Ergebnis des Westerwälder Dialogs ihrer Kreistagsfraktion zur Situation der Ärzteversorgung auf dem Land.

„Es ist gut, dass einige Verbandsgemeinden die Initiative ergriffen haben. Das Engagement muss aber auf der Ebene des Kreises zusammengeführt werden, denn Probleme bei der Nachbesetzung von Arztpraxen zeichnen sich im gesamten Kreisgebiet ab“, betonte sie. Zuvor hatte Machalet darauf hingewiesen, dass aufgrund der Altersstruktur der Ärzteschaft in den nächsten fünf Jahren jede zweite Hausarztpraxis im Westerwaldkreis zur Nachbesetzung anstehen wird.

Verah soll Hausärzte entlasten

In seinem Eingangsstatement beim Westerwälder Dialog wies der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, David Langner, auf die Initiativen des Landes hin, um dem absehbaren Ärztemangel im ländlichen Raum entgegenzuwirken. Dazu gehört die Einrichtung eines Lehrstuhls an der Universität Mainz, der den Medizinstudenten die Perspektiven und Möglichkeiten der Hausarzttätigkeit nahe bringen soll. Der Hausarzt muss zudem in seinen täglichen Aufgaben entlastet werden. Hier setzt Verah (Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis) an, ein Programm, das Mitarbeiterinnen von niedergelassenen Allgemeinmedizinern oder Medizinerinnen nach einer erfolgreichen Fortbildungsteilnahme dazu qualifiziert, in Absprache mit der Praxisleitung zum Beispiel Hausbesuche zu übernehmen.

Überhaupt muss nach Ansicht von Langner verstärkt über kooperative Formen der medizinischen Versorgung nachgedacht werden. Medizinische Versorgungszentren (MVZ), in denen mehrere Ärzte sich die Aufgaben teilen, übernehmen dabei eine wichtige Funktion. Vier solcher MVZ gibt es bereits im Westerwaldkreis. Da diese dort, wo sich kein privater Investor findet, ab Mitte des Jahres auch in Trägerschaft einer Kommune eingerichtet werden können, begrüßt Langner die entsprechende Initiative der Verbandsgemeinden Westerburg und Rennerod. Die beiden Verbandsgemeinden werden außerdem im Rahmen einer Zukunftswerkstatt vom Ministerium bei der Sicherung der ärztlichen Versorgung unterstützt.

System bürgerorientiert ausrichten

Martin Schneider, Leiter der Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen für Rheinland-Pfalz und das Saarland, fordert, das System der medizinischen Versorgung in erster Linie bürger- und patientenorientiert auszurichten. Dabei müssen auch Handlungsanleitungen aus der Tatsache entwickelt werden, dass den drohenden Versorgungsengpässen auf dem Land in der Betrachtung die Überversorgung in städtischen Räumen gegenüber gestellt wird, so Schneider.

Eine Anregung eines Arztes aus dem Publikum griff der SPD-Kreisvorsitzende Hendrik Hering auf: „Die Lebensqualität im ländlichen Raum muss zu einem gewichtigen Argument bei der Karriereentscheidung von jungen Medizinern werden.“ Dazu gehört auch, für die jeweilige Lebenspartnerin oder den -partner einen guten Arbeitsplatz in der Region anzubieten. Für Hering eröffnet sich hier ein Betätigungsfeld für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises.

Alle Podiumsteilnehmer waren sich darin einig, dass die bürokratischen Anforderungen an die Ärzteschaft deutlich zurückgehen müssen, um die Entscheidung zu erleichtern, eine Praxis aufzumachen oder zu übernehmen. Dabei sei nicht nur die Politik gefordert, sondern auch die Kassenärztliche Vereinigung als Selbstverwaltungsorgan der niedergelassenen Ärzte, so die Sozialdemokraten.

 

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Für uns im Bundestag: Dr. Tanja Machalet

 

 

Ich wurde am 1. Mai 1974 in Dernbach (Westerwald) geboren, bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Nach dem Abitur am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur absolvierte ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Landesbank Hessen-Thüringen und war anschließend in Luxemburg tätig. Es folgte ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Frankfurt und Trier mit Schwerpunkt Arbeitsmarktpolitik, das ich 2002 abschloss. Danach arbeitete ich bis 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Trier und promovierte 2007.

Beruflich führte mich mein Weg 2006 in die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, bevor ich 2011 in den Landtag und 2021 in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dort vertrete ich den Wahlkreis 203 Montabaur direkt und engagiere mich vor allem im Ausschuss für Arbeit und Soziales, mit Schwerpunkten Rente und Bundesagentur für Arbeit.

Mein politisches Engagement begann 1991 mit dem Eintritt in die SPD. Ich war stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, bin seit vielen Jahren in Regional-, Kreis- und Landesvorständen aktiv und führe die SPD-Fraktionen im Kreistag sowie im Verbandsgemeinderat Wallmerod.

Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich, u. a. als Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbands Westerwald, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Meudt sowie in weiteren sozialen Initiativen, Vereinen und Organisationen.

 

Mehr erfahrt ihr auf https://www.tanja-machalet.de

 

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