SPD-Kreistagsfraktion informiert sich über Energiekonzept der VG Hachenburg

Veröffentlicht am 29.06.2011 in Fraktion

Darf eine Verbandsgemeinde Energieproduzent und –lieferant sein? Das ist nur eine der Fragen, mit denen sich die Verwaltung der Verbandsgemeinde Hachenburg derzeit im Zuge der Energiediskussion beschäftigt. Und die demzufolge auch eine Rolle bei einem Informationsbeuch der SPD-Kreistagsfraktion in der Hachenburger VG-Verwaltung spielte.
Ausführlich ließen sich die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker von der Ersten Beigeordneten der VG Gabriele Greis und Werkleiter Marco Dörner die Überlegungen darlegen, die es in Verwaltung und politischen Gremien der Verbandsgemeinde gibt, selbst als Betreiber von Windkraftanlagen aufzutreten.

Ausgangspunkt, so Greis, sei die Frage gewesen, wie man einen Ausgleich zwischen den Gemeinden, die als Standort von Windkraftanlagen in Frage kommen, und denen schafft, die aufgrund ihrer Lage oder auch naturschutzrechtlicher Bedenken dazu keine Chance haben. „Die Standortgemeinden haben die Pachterträge.“ Die Erlöse aus der Veräußerung von selbst produziertem Strom könnte aber die Verbandsgemeinde dazu nutzen, den Umlagesatz für alle Gemeinden zu senken, so dass sich für alle finanzielle Spielräume ergäben. „Dann profitiert die gesamte kommunale Familie“, stellte Greis fest.

Weil die Verantwortlichen in der VG Hachenburg schon früh von dem Nutzen erneuerbarer Energien überzeugt waren, steht seit 1994 das erste kommunale Windrad in Rheinland-Pfalz auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde. Mittlerweile drehen sich hier so viele Windräder, dass damit alle Privathaushalte in den 32 Ortsgemeinden und der Stadt mit Strom versorgt werden könnten. Mit dem Nahwärmenetz, das gerade in der Stadt Hachenburg in Betrieb geht, werden die Verbandsgemeindewerke über den neuen Betriebszweig „Energieversorgung“ bereits zum Energielieferanten. Dabei werde z.B. das DRK-Krankenhaus nicht nur mit Wärme sondern auch mit Strom beliefert, berichtete Werkleiter Dörner. Für Gabriele Greis ist es daher nur konsequent, wenn die politischen Entscheidungsträger im Zuge der Ausweisung weiterer Standorte für Windkraftanlagen in der demnächst anstehenden Fortschreibung des Flächennutzungsplans über das Betreiben eigener Anlagen nachdächten.

Für die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dr. Tanja Machalet gehört die Versorgung mit nachhaltiger und bezahlbarer Energie durchaus zum Auftrag der kommunalen Daseinsvorsorge. Als Landtagsabgeordnete verwies sie auf den Koalitionsvertrag von Rot-Grün, der den Vorrang der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz klar festschreibe. „Außerdem wird die Landesregierung es den Kommunen erleichtern eigenwirtschaftlich tätig zu werden. Das gilt vor allem im Energiesektor.“

Dass die Überlegungen der Verwaltung eine breite Unterstützung in den politischen Gremien erfahren, konnte der Vorsitzende der SPD-Verbandsgemeinderatsfraktion Michael Birk berichten. „Selbst in der hiesigen CDU bröckelt der Widerstand gegen eine dezentrale Energieversorgung.“

Gabriele Greis erhofft sich für die Pläne in der VG Hachenburg auch die notwendige Unterstützung aus Mainz. Tanja Machalet ist da zuversichtlich, da ein solches Projekt im Westerwaldkreis pilothaften Charakter für andere Kommunen habe. „Anders als die Kreistagsmehrheit wissen wir, dass es noch einer Reihe von Anstrengungen in unserer Region bedarf, um dem positiven Beispiel aus Hachenburg auf dem Weg in eine energiepolitisch sinnvolle Zukunft zu folgen.“

 

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Für uns im Bundestag: Dr. Tanja Machalet

 

 

Ich wurde am 1. Mai 1974 in Dernbach (Westerwald) geboren, bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Nach dem Abitur am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur absolvierte ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Landesbank Hessen-Thüringen und war anschließend in Luxemburg tätig. Es folgte ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Frankfurt und Trier mit Schwerpunkt Arbeitsmarktpolitik, das ich 2002 abschloss. Danach arbeitete ich bis 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Trier und promovierte 2007.

Beruflich führte mich mein Weg 2006 in die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, bevor ich 2011 in den Landtag und 2021 in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dort vertrete ich den Wahlkreis 203 Montabaur direkt und engagiere mich vor allem im Ausschuss für Arbeit und Soziales, mit Schwerpunkten Rente und Bundesagentur für Arbeit.

Mein politisches Engagement begann 1991 mit dem Eintritt in die SPD. Ich war stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, bin seit vielen Jahren in Regional-, Kreis- und Landesvorständen aktiv und führe die SPD-Fraktionen im Kreistag sowie im Verbandsgemeinderat Wallmerod.

Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich, u. a. als Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbands Westerwald, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Meudt sowie in weiteren sozialen Initiativen, Vereinen und Organisationen.

 

Mehr erfahrt ihr auf https://www.tanja-machalet.de

 

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