Der Mindestlohn ist ein historischer Fortschritt

Veröffentlicht am 02.07.2015 in Bundespolitik

Der Mindestlohn gilt seit sechs Monaten – und die Lohnuntergrenze von 8,50 Euro wirkt: Das Hoch auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an. Der Umsatz im Einzelhandel ist gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Und die Zahl der Aufstocker ist seit Inkrafttreten des Mindestlohns um 45.000 gesunken.

„Die Bilanz nach sechs Monaten seit der Einführung zeigt: der Mindestlohn ist ein Gewinn für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, erklärt Gabi Weber, SPD-Bundestagsabgeordnete. Dass rund 3,7 Mio. Menschen jetzt mehr auf dem Gehaltszettel haben, macht sich auf dem Arbeitsmarkt positiv bemerkbar. „Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit 24 Jahren. Die Kritiker, die einen massiven Jobabbau durch den Mindestlohn prophezeiten, sind damit widerlegt“, so Weber.

Außerdem ist die Zahl derer, die trotz Job auf Hartz IV angewiesen sind, seit Anfang des Jahres laut der Bundesagentur für Arbeit um 45.000 zurückgegangen. „Wer arbeitet, soll von seinem Lohn auch leben können. Der Mindestlohn schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor der ausbeuterischen Lohnpolitik mancher Arbeitgeber“, erklärt Gabi Weber. Auch der Einzelhandel profitiert seit der Einführung des Mindestlohns vom höheren Lohn der Menschen: Der Umsatz ist laut dem Statistischen Bundesamt im Frühjahr gestiegen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Auch die Taxibranche gab Entwarnung und erklärte, dass es zu keinen dramatischen Kundenrückgängen im Tagesgeschäft gekommen sei.

„Der Mindestlohn ist zweifellos ein historischer Fortschritt. Es ist lächerlich, dass manche Arbeitgeber über ein sogenanntes Bürokratiemonster klagen, weil die Arbeitszeiten aufgeschrieben werden müssen. Nur mit Dokumentationspflicht und Kontrolle können wir dafür sorgen, dass der Mindestlohn weiter positiv wirkt und Schwarzarbeit und Dumpinglöhne bekämpft werden“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete.

 

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