Sperrvermerk für Stöffel-Mittel

Veröffentlicht am 01.12.2009 in Fraktion

Die desolate Finanzsituation des Zweckverbandes „Stöffelpark“ hat die SPD-Kreistagsfraktion veranlasst, für die Mittel in Höhe von 257.000 €, die im Haushalt 2010 des Westerwaldkreises für den Zweckverband vorgesehen sind, einen Sperrvermerk zu beantragen.

Dieser kann erst von den zuständigen Kreisgremien aufgehoben werden, wenn „ein nachvollziehbarer und realisierbarer Entschuldungsplan für das aktuelle Kassendefizit sowie ein wirklichkeitsnaher Finanzierungsplan für die kommenden Jahre“ vorliegt. Das unverantwortliche Vorgehen der Zweckverbandsführung habe zu dem Defizit von über 3 Mio. € geführt, stellte die Fraktionsvorsitzende Tanja Machalet fest. Im Vertrauen darauf, dass andere – vornehmlich Land und Kreis – schon einspringen würden, habe man Beanstandungen der ADD an den Haushaltsplänen des Zweckverbandes ignoriert. Auch die Tatsache, dass seit 2008 kein Haushalt mehr von der Aufsichtsbehörde genehmigt worden sei, habe den Verband nicht von weiteren Investitionen abgehalten.

Die SPD sieht nach den Worten des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Birk im Stöffelpark ein hohes Potential für die Region, dass bei verantwortungsvollem Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auf Basis einer realistischen Planung zu einem touristischen Highlight werden kann. Daher regt die Fraktion in ihrem Antrag weiter an zu prüfen, ob die Geschäftsführung in Form eines Dienstleistungsvertrages an die Museums GmbH übertragen werden kann. Birk verspricht sich davon Synergieeffekte im Zusammenwirken der drei großen im Kreis ansässigen Museen, z.B. in der Vermarktung. Ganz möchte Tanja Machalet allerdings die Kreisspitze nicht aus der Verantwortung für die Finanzsituation des Zweckverbandes entlassen. Als Verbandsmitglied habe man in der Vergangenheit versäumt, rechtzeitig und nachtrüglich bei Verbands- und Geschäftsführung auf einen sorgfältigen Umgang mit den finanziellen Ressourcen hinzuwirken. Umso wichtiger sei es, dass der neue Landrat in seinen Verhandlungen mit dem Zweckverband auf eine verantwortliche Finanzführung bestehe. „Lieber ein paar Nummer kleiner, dafür aber zukunftssicher“, ist der Wunsch der SPD. Der Stöffelpark habe diese Chance verdient.

 

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Für uns im Bundestag: Dr. Tanja Machalet

 

 

Ich wurde am 1. Mai 1974 in Dernbach (Westerwald) geboren, bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Nach dem Abitur am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur absolvierte ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Landesbank Hessen-Thüringen und war anschließend in Luxemburg tätig. Es folgte ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Frankfurt und Trier mit Schwerpunkt Arbeitsmarktpolitik, das ich 2002 abschloss. Danach arbeitete ich bis 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Trier und promovierte 2007.

Beruflich führte mich mein Weg 2006 in die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, bevor ich 2011 in den Landtag und 2021 in den Deutschen Bundestag gewählt wurde. Dort vertrete ich den Wahlkreis 203 Montabaur direkt und engagiere mich vor allem im Ausschuss für Arbeit und Soziales, mit Schwerpunkten Rente und Bundesagentur für Arbeit.

Mein politisches Engagement begann 1991 mit dem Eintritt in die SPD. Ich war stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, bin seit vielen Jahren in Regional-, Kreis- und Landesvorständen aktiv und führe die SPD-Fraktionen im Kreistag sowie im Verbandsgemeinderat Wallmerod.

Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich, u. a. als Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbands Westerwald, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Meudt sowie in weiteren sozialen Initiativen, Vereinen und Organisationen.

 

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